Käufer studentischer Wohnimmobilien verlagern ihren Anlagefokus nach Kontinentaleuropa

06 Oktober 2016

Europäisches Investitionsvolumen steigt um 21 % auf $1,8 Mrd.

Einer aktuellen Researchanalyse des internationalen Immobiliendienstleistungs-Unternehmens Savills zufolge investieren Käufer studentischer Wohnimmobilien mittlerweile schwerpunktmäßig in Kontinentaleuropa, was durch einen Anstieg des Investitionsvolumens um 21 % im 2. Quartal 2016 gegenüber dem Vorjahr auf $ 1,8 Mrd. dokumentiert wird.

Mit $ 1,4 Mrd. bzw. $ 5,4 Mrd. wurden im 1. Halbjahr 2016 die höchsten Volumina in bestehende studentische Wohnimmobilien in UK und den USA investiert. Auf Quartalsebene betrachtet stieg das in studentische Wohnimmobilien investierte Volumen in den USA um 82 % gegenüber dem Vorjahr. In UK ging es allerdings um 64 % zurück und pendelte sich damit nach dem außergewöhnlich starken Umsatz 2015 aufgrund einiger Großportfolio-Transaktionen in etwa auf dem mittelfristigen Durchschnitt ein.

Mit insgesamt 20 Millionen Studenten, einem wachsenden internationalen Anteil – für ausländische Studenten ist insbesondere das zunehmende Angebot an Vorlesungen in Englisch attraktiv – und einem geringen Angebot an entsprechenden Unterkünften bietet Kontinentaleuropa Savills zufolge ein hohes Investitionspotenzial, vor allem weil die US-amerikanischen und britischen Märkte mittlerweile gesättigt sind. So wurden in den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres € 350 Mio. und damit mehr als doppelt so viel wie im Gesamtjahr 2015 in studentische Wohnimmobilien in Deutschland investiert. In französische Studentenimmobilien flossen 2016 bislang € 345 Mio. (bis August).

Savills zufolge nehmen auch Cross-Border-Investments weiterhin zu. So handelte es sich in den vergangenen drei Jahren bei 40 % aller Transaktionen im Sektor für studentische Wohnimmobilien um internationale Investments außerhalb des Herkunftslands der Käufer. Ziel der Investoren war es dabei, ihre Portfolios zu diversifizieren, und es flossen große Kapitalmengen aus den USA, Kanada und Singapur in den britischen sowie die kontinentaleuropäischen Märkte.

Marcus Roberts, Director Student Investment and Development bei Savills, merkt an: „Die USA und UK lagen in den vergangenen drei Jahren in der Gunst der internationalen Käufer studentischer Wohnimmobilien ganz vorn. Bedingt durch die zunehmende Sättigung dieser Märkte suchen die Investoren nun jedoch nach Märkten, in denen sie ein begrenztes Wohnimmobilienangebot, einen Mangel an studentischen Unterkünften und unausgereifte Managementkonzepte vorfinden. Deutschland und Frankreich sind weiterhin attraktiv, jedoch tun sich in Ländern wie Österreich, Irland, den Niederlanden, Italien und Spanien neue Chancen auf. Diese Märkte weisen eine Unterversorgung an studentischen Wohnimmobilien auf. Aufgrund der zunehmenden in- und ausländischen Mobilität der Studenten, einer steigenden Nachfrage nach gut geführten und gut konzipierten Unterkünften und der wachsenden Zahl ausländischer Studenten, die sich für eine Ausbildung in Europa entscheiden, ist von einem Anstieg des Bedarfs auszugehen.“

„Studentische Wohnimmobilien haben sich bislang als eine widerstandsfähige Assetklasse erwiesen, und dank ihrer antizyklischen Rahmenbedingungen wenden sich viele institutionelle Investoren diesem Sektor zu, in dem sie hohe Vermietungsquoten und Mietwachstum erzielen können. Diese Entwicklung wird sich noch weiter verstärken, da die Zentralbanken an ihrem Kurs des Quantitative Easing und der Niedrigzinspolitik festhalten.“

Erfahren Sie mehr: Spotlight World Student Housing 2016 / 2017 (PDF)

 
 

Allgemeine Anfragen

Savills Berlin

 

Hauptansprechpartner

Marcus Roberts

Marcus Roberts

Director
Residential Capital Markets

Head Office London

+44 (0) 20 7016 3799

 

Matthias Pink

Matthias Pink

Director / Head of Research Germany
Research

Savills Berlin

+49 30 726 165 134