Wenig Platz und hohe Preise: In Monaco wird am teuersten gewohnt

11 Juni 2018

Der zweitkleinste Stadtstaat der Welt bleibt nach wie vor ein teures Pflaster für Immobilieninteressenten, so das international tätige Immobiliendienstleistungs-Unternehmen Savills im aktuellen Marktbericht „Spotlight on Monaco“. Eine hohe Nachfrage und ein begrenztes Angebot an Wohnimmobilen sorgen dafür, dass in Monaco im Premiumsegment die höchsten Immobilienpreise weltweit verzeichnet werden. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Kaufpreis von 41.300 Euro/m² liegt um 13 % höher als in Hong Kong, dem zweitteuersten Wohnungsmarkt der Welt.

Trotz der hohen Preise – 2017 stiegen diese um 6 % – bleibt das Interesse an Wohnimmobilien in Monaco weiterhin hoch. Auch wenn das Rekordvolumen aus 2016 von 2,7 Mrd. Euro nicht erreicht werden konnte, lag das Transaktionsvolumen bereits im vierten Jahr in Folge bei über 2 Mrd. Euro. Der Rückgang des Umsatzes um 23 % liegt im mangelnden Angebot begründet. „Obwohl im vergangenen Jahr weniger Transaktionen verzeichnet wurden, sind die durchschnittlichen Preise pro Quadratmeter stabil. Dies beweist einmal mehr, dass das Preisniveau in Monaco unverwüstlich ist, selbst wenn sich der Markt abkühlt“, erläutert Irene Luke, Head of Savills Monaco. Das Gebiet rund um Monte Carlo weist mit Durchschnittswerten von 44.100 Euro die höchsten Kaufpreise pro Quadratmeter auf. Hier wechselten 2017 insgesamt 117 Immobilien mit einem durchschnittlichen Kaufpreis von rund 5,45 Mio. Euro den Besitzer. Im durch Landaufschüttungen neu entstandenen Stadtbezirk Fontvielle kam es in den vergangenen zehn Jahren zu einem Preisanstieg von 124 %.

Das Fürstentum Monaco versucht dem Nachfrageüberhang entgegenzuwirken und investiert zunehmend in neue Bauprojekte. Fünfzig der verkauften Objekte in 2017 kamen aus dem Neubausegment – ein Anteil von 11 % der gesamten Kauffälle (456) und eine Steigerung um 52 % im Vergleich zum Vorjahr. Insbesondere Ein-Zimmer-Apartments standen im Fokus und machten 66 % der Immobilienabschlüsse aus. Dieser Anstieg der Transaktionen im Neubausegment wurde von den Verkäufen bei Le Stella, einer gemischt genutzten Projektentwicklung, die 99 Ein- und Zwei-Zimmer-Apartments umfasst, angetrieben. Allerdings erwartet Savills hier kurzfristig rückläufige Tendenzen, da der Großteil der Projektentwicklungen bereits realisiert und die jeweiligen Einheiten verkauft sind. Die derzeit geplanten Bauprojekte bieten zudem eher Flächen zur Miete an und weniger als Eigentum.

Folglich gewinnt auch der Vermietungsmarkt in Monaco an Bedeutung: Um den Wohnstandort und das Leben vor Ort zu testen, ist es üblich eine Immobilie zu mieten, bevor man sich für Eigentum entscheidet.

Für kleinere Objekte (Ein- bis Drei-Zimmer-Wohnungen), häufig von den Bewohnern als temporäre Lösungen genutzt, werden durchschnittlich 92 Euro/m² gezahlt. Je größer die Immobilie, desto höher der Quadratmeterpreis: Diese liegen bei 109 Euro/m² für Vier-Zimmer- und 114 Euro/m² für Fünf-Zimmer-Wohnungen und mehr. Da immer mehr Interessenten auf den Mietwohnungsmarkt ausweichen, ist damit zu rechnen, dass die Mieten stark ansteigen werden.
              
„Die Nachfrage nach Eigentum bleibt in Monaco dennoch hoch. Obwohl das Fürstentum viel in seine Zukunft investiert – im letzten Jahr wurde mit dem Start des Projekts Portier mit einer weiteren Landgewinnung begonnen – wird das kommende Angebot nur eine geringere Abschwächung des Nachfragedrucks mit sich bringen“, meint Paul Tostevin, Associate Director bei Savills World Research.

Spotlight on Monaco - 2018 (PDF)

 
 

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