Stockholm ist beliebtester europäischer Hotspot für Shoppingcenter-Investments

21 Februar 2017

Savills zufolge ist Stockholm aufgrund seines Rufes als „sicherer Hafen“ und einer relativ wohlhabenden Bevölkerung derzeit die attraktivste Destination innerhalb Europas für Shoppingcenter-Investments.

In seiner aktuellen Analyse beleuchtet das European Research Team von Savills den Shoppingcenterinvestment-Sektor in 23 europäischen Städten auf Basis von vier Marktparametern: Größe, Stabilität, Absatzchancen und Renditepotenzial. Bestandteil der Analyse sind die Städte Amsterdam, Athen, Berlin, Breslau, Brüssel, Düsseldorf, Edinburgh, Helsinki, Kopenhagen, Krakau, Lodz, Lyon, Madrid, Mailand, Manchester, Marseille, München, Oslo, Paris, Posen, Stockholm, Warschau und Wien. Der “Savills 2016 European Shopping Center Investment Benchmarking Report” setzt Stockholm mit seinen soliden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf den Spitzenplatz, dicht gefolgt von Warschau, London, Amsterdam und Paris.

Lydia Brissy, Director European Research bei Savills, merkt an: „Stockholm ist der ausgewogenste Markt in Bezug auf Größe, Stabilität, Chancen und Renditen, was ihn zu einem sicheren Hafen für die meisten Investoren mit Interesse an Shoppingcenter-Investments macht. Unter Berücksichtigung aller für unsere Benchmark-Ergebnisse relevanten Faktoren erweist sich Stockholm als Spitzenperformer, und auch die Renditen sind hier höher als in London und Paris, die ebenfalls den Ruf eines sicheren Hafens genießen.“

Mit einem Pro-Kopf-BIP von € 59.000 ist Stockholm eine kleine, aber wohlhabende Stadt, und insbesondere der Einzelhandelsumsatz pro Einwohner ist mit € 10.080 in Stockholm am vierthöchsten nach Düsseldorf, London und Paris. Darüber hinaus rechnet Savills mit einem deutlichen Anstieg der Einzelhandelsumsätze um durchschnittlich 2,6 % p.a. bis 2021. Sowohl der Shoppingcenterbestand insgesamt als auch pro Einwohner ist mit 1,4 Mio. m² bzw. 0,635 m² hoch, wodurch sich weitere Kaufgelegenheiten für Investoren eröffnen.

Warschau liegt in der Savills Shopping Centre Benchmark dicht hinter Stockholm. „Der typische, am Warschauer Shoppingcentermarkt interessierte Investor ist eher opportunistisch ausgerichtet, da die Stärke des Marktes vor allem von Absatzchancen und Renditepotenzial abhängig ist“, führt Brissy weiter aus. Der jährliche Einzelhandelsumsatz in Warschau ist relativ gering im Vergleich zu anderen Städten, obwohl die Bürger der polnischen Hauptstadt hohe Konsumausgaben haben, was Savills zufolge vor dem Hintergrund des im Vergleich zu den meisten anderen europäischen Städten der Analyse relativ geringen Pro-Kopf-BIP (€ 31.730) besonders bedeutsam ist. 2016 lag der Einzelhandelsumsatz pro Einwohner in Warschau bei durchschnittlich € 9.740 und damit an Position 5 der 23 analysierten Städte. Für die nächsten 5 Jahre wird mit einem rapiden Anstieg um durchschnittlich 4,3 % p.a. gerechnet, dem zweithöchsten Wachstum nach Krakau (4,6 %). Damit wird sich Warschau bis 2021 zur Stadt mit dem höchsten Umsatz pro Einwohner entwickeln (€ 11.650). Die Leerstandsrate ist gering und internationale Marken zeigen aktives Interesse am Markt. „Niedrige Arbeitslosigkeit, eine starke BIP-Wachstumsprognose und die hohe Einwohnerzahl lassen darauf schließen, dass der Warschauer Markt in Bezug auf Größe kurz- und mittelfristig mit den Core-Märkten konkurrieren kann“, so Brissy.

Lange Zeit verzeichnete London unter den europäischen Städten das höchste Shoppingcenter-Investitionsvolumen. 2011 lag der Anteil Londons am Gesamtinvestitionsvolumen der 23 europäischen Städte, die Bestandteil der Analyse sind, noch bei 26 %. Seit Anfang 2016 ging dieser Anteil auf ca. 9 % zurück, während Krakau und Helsinki nun mit 22 % bzw. 13 % vorne liegen. Die Betrachtung der Benchmark-Ergebnisse von Savills zeigen: Mit € 89.400 ist das Pro-Kopf-BIP in London am höchsten unter den 23 Städten, der Gesamteinzelhandelsumsatz bedeutet Platz 2 hinter Paris, und auch in Bezug auf Umsatz pro Einwohner liegt London auf Rang 2 hinter Düsseldorf (€ 10.400). „Der Londoner Markt ist allerdings volatiler als der Stockholmer, was positiv für Investoren mit kurzfristigem Anlageziel sein kann“, sagt Brissy. „Was London jedoch so attraktiv für Investoren macht, sind die Größe des Marktes und das Pro-Kopf-BIP (€ 89.400), das höchste unter den 23 Städten.“

Oliver Fraser Looen, Director Cross Border Retail bei Savills, sagt: „Demografischer Wandel, Urbanisierungstrends und ein sich veränderndes Konsumverhalten beeinflussen die Landschaft der Einzelhandelsumsätze in Europa, und als Folge sehen wir eine Verlagerung der Investorennachfrage. Für 2017 erwarten wir ein zunehmendes Interesse an Shoppingcentern in weniger traditionellen Märkten wie Warschau und Amsterdam. Diese beiden Märkte sind zwar relativ klein, weisen jedoch solide Rahmenbedingungen auf und bieten Investoren damit ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Ebenfalls sind wir der Meinung, dass die nordischen Märkte, insbesondere Stockholm, das Potenzial haben, Investoren mit unterschiedlichen Profilen und Strategien anzuziehen, und dies im Gegensatz zu Märkten wie London und Paris zu wettbewerbsfähigen Preisen. Beachtenswert ist der anhaltende Trend zu Cross-Border-Investments, denn die Investoren zielen auf langfristig starke Fundamentaldaten ab, nachdem die Ländergrenzen nicht länger als ein Zugangshindernis gesehen werden.“

European Retail Market 2016-2017 (PDF)

 
 

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