Hochschulboom trifft Holzhütte

Hochschulboom trifft Holzhütte

Der Wohnraum in deutschen Großstädten wird knapp - insbesondere Studierende haben es schwer auf den überhitzten Märkten. Abhilfe schaffen könnten neue multifunktionale Wohnkonzepte wie das Hamburger Wohnheim WOODIE.

Die Anzahl der Studierenden in Deutschland steigt seit Jahren kontinuierlich an. Im Wintersemester 2017/2018 waren bundesweit rund 2,84 Millionen, größtenteils junge, Menschen an Hochschulen immatrikuliert, damit verzeichnete man im zehnten Jahr in Folge ein Rekordhoch.

Aus dieser Entwicklung resultiert eine weitere Verknappung des Angebots an Wohnraum für Studierende in den Universitätsstädten, insbesondere nach bezahlbarem. Auch unabhängig vom Studenten-Boom, steigen die Preise auf dem Wohnungsmarkt. Aufgrund geringer Flächenverfügbarkeiten in zentraler Lage, auf denen neue Bauprojekte Abhilfe schaffen könnten, verschärft sich die Situation in vielen Städten zusätzlich. Insbesondere Studierende haben durch vergleichsweise schlechte finanzielle Grundbedingungen Schwierigkeiten auf dem freien Wohnungsmarkt und müssen sich daher nach Alternativen umsehen.

Ein Lösungsansatz: kosteneffiziente Bauweise und Verlagerung der Standorte seitens der Projektentwickler. Dabei ist es von entscheidender Wichtigkeit zielgruppenorientiert zu arbeiten. Studierende wünschen sich natürlich in erster Linie finanzierbaren Wohnraum mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Dabei sind A-Lagen auf der Prioritätsliste nicht zwangsläufig auf dem ersten Rang und Möglichkeiten der Freizeitgestaltung und ein urbanes kreatives Umfeld entscheidender.
Aufgrund dessen sind B-Lagen, sofern sie gut an das Verkehrsnetz angebunden sind, für diese Zielgruppe nicht unbedingt ein Störfaktor.

Um diesen zielgruppenspezifischen Anforderungen gerecht zu werden, arbeiten Projektentwickler und Investoren vermehrt neue Konzepte studentischen Wohnens aus. So entstehen vor allem Studentenwohnheime in modernem Ambiente, angepasst an die Bedürfnisse der jungen Generation. Ein Beispiel für diesen Trend ist das Hamburger Wohnheim WOODIE im aufstrebenden Stadtteil Wilhelmsburg. Das Gemeinschaftsprojekt von PRIMUS developments und Senectus zeichnet sich - neben dem charakteristischen Einsatz von Holz als Baumaterial - durch seine hohe Funktionalität aus. Die mit 20 Quadratmeter vergleichsweise klein gehaltenen Appartements sind komplett eingerichtet und eine Pauschalmiete deckt alle entstehenden Kosten ab. Für den Austausch mit KommilitonInnen und MitbewohnerInnen stehen Gemeinschaftsflächen zur Verfügung.

Aufgrund der stetig steigenden Nachfrage generiert dieses Immobiliensegment auch in Zukunft eine anhaltend hohe Investmentaktivität. Kein Wunder, verspricht diese Asset-Klasse doch Spitzenrenditen von 4,0 % in den Top-7-Metropolen. Damit liegen diese immer noch deutlich über denen klassischer Anlagen wie beispielsweise Mehrfamilienhäusern (3,1 %). Trotz der erhöhten Investorennachfrage garantieren Objekte dieses Segments auch in Zukunft langfristig höhere Rendite. Die Marktentwicklung wird aufgrund der steigenden Studierenden-Zahlen vorerst anhalten und Investitionen in studentisches Wohnen auch perspektivisch eine interessante Alternative zu den überhitzten Wohnungs- und Büroimmobilien-Märkten bleiben.

Über diesen Blog

In unserem Blog schreiben wir über aktuelle Trends sowie Entwicklungen auf den deutschen und internationalen Gewerbeimmobilienmärkten und bloggen zu Themen aus der gesamten Savills-Welt.

Savills auf Twitter

Folgen Sie uns auf Twitter

Schreiben Sie uns bei Fragen oder Anregungen zu unserem Blog.

Schreiben Sie uns