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Was kostet mich ein Arbeitsplatz?

Was kostet ein Arbeitsplatz?

Einzelarbeitsplatz oder Großraumbüro, Zentrum oder Peripherie, Startup oder Großkonzern – die Kosten für einen Arbeitsplatz sind von einer Vielzahl unterschiedlicher Variablen abhängig. Um diese in ihrer Gesamtheit berücksichtigen zu können, braucht es immobilienwirtschaftliches Knowhow und Zeit – denn nur mit den richtigen Kennzahlen können Prozesse effizient gestaltet werden. Der Arbeitsplatzkosten-Indikator soll mit nur wenigen Klicks einen ersten Überblick über potenzielle Kosten geben.

 

Personalkosten sind bekanntlich eine der höchsten Posten pro Monat. Doch pro Mitarbeiter kommen neben den Gehältern noch die Arbeitsplatzkosten hinzu. Um diese gezielt berechnen zu können, sind Positionen wie die monatliche Nettokaltmiete, Betriebs-, Anschaffungs- sowie Projektnebenkosten heranzuziehen.

Die monatliche Miete ist nur ein Teil

Die Betrachtung der Nettokaltmiete reicht nicht aus, um alle Variablen abbilden zu können. Mithilfe von Kennzahlen lassen sich Prozesse effizienter managen, kontrollieren und optimieren. Hinzu kommen deshalb diverse Marktentwicklungen wie Preisniveaus und Lage- sowie Objektkategorien, zu denen derartige Kennzahlen in Abhängigkeit stehen. Werden diese ganzheitlich berücksichtigt, entsteht ein komplexes, abstraktes und dynamisches Konstrukt an ökonomisch informativen Aussagen, dessen Bewertung bei Investoren zwar schon lange impliziert ist und in das Management einer Immobilie einfließt, bei Mietern jedoch nicht oder nur bedingt. Ein großes Versäumnis, da doch die Bürofläche ein aktives Investment ist und der Mietvertrag das Herzstück der Anlageklasse Real Estate!

Savills Arbeitsplatzkosten-Indikator

Das soll sich nun ändern: Um den Nutzern zukünftig ein Tool an die Hand geben zu können, das bereits eine erste Tendenz zu den potenziellen Kosten pro Mitarbeiter aufweist, haben wir einen Arbeitsplatzkosten-Indikator (APKI) entwickelt. Mit dessen Hilfe lässt sich ein Großteil der Variablen, die bei einer Anmietung ausschlaggebend sind, abbilden. Auf diese Weise kann sondiert werden, welche Flächen überhaupt in Frage kommen, um Auswahlprozesse zu beschleunigen und anschließend die Finanzierbarkeit einer Immobilie adäquat prüfen zu können.

  • gewünschte bzw. benötigte Vertragslaufzeit (wahlweise 30, 60 oder 120 Monate)
  • Flächenbedarf (Anzahl der Arbeitsplätze, Branche, Anteil von Büroräumen mit Zellenstruktur)
  • Mietniveau (Standort, Lage, Objektqualität, Etagenhöhe)
  • Berechtigung zum Vorsteuerabzug

Dies gewährleistet eine Betrachtung der gesamten Immobilie unter Berücksichtigung der Vollkosten sowie der Flächeneffizienz und schafft eine Basis, auf der wir gemeinsam mit den Kunden vakante Räumlichkeiten konkret bewerten können.

Diese Werte können sich stark voneinander unterscheiden, je nach Branche und den entsprechenden Bedürfnissen: Startups, Kreativagenturen und Projektgruppen siedeln sich häufig in Großraumbüros an, für die in peripheren Teilmärkten beispielsweise ein monatlicher Wert ab 200 Euro angesetzt werden kann. Anwaltskanzleien bevorzugen hingegen Einzelbüros in zentralen Lagen, bei denen mit Arbeitsplatzkosten bis zu 1.500 Euro im Monat zu rechnen ist.

Coworking oder Büro?

„New Work“-Konzepte erfordern heutzutage häufig ein hohes Maß an Flexibilität, wodurch die Nachfrage nach temporären Flächen zunimmt. Hinzu kommen bei der Bewertung einer Immobilie deshalb auch bestimmte Kriterien, wann es für ein Unternehmen aus kaufmännischer Sicht Sinn macht, sich für ein Flexible Office, anstatt für ein klassisches Büro zu entscheiden. Hierzu zählen beispielsweise die Laufzeit, die Flächengröße und die Einmalkosten – sollte die Anmietung für einen Zeitraum unter 30 Monaten erfolgen, der Bedarf unter 200 m² liegen und finanzielle Posten wie die Ausstattung vermieden werden, stellen Flexible Offices eine gute Alternative dar. Bei dem Segment ist wiederum zwischen den einzelnen Modellen wie Business Centern, Coworking Spaces und Hybrid-Modellen zu differenzieren. Im Gegensatz zu einer direkten Anmietung werden viele Kosten bei der meist temporären, partiellen Inanspruchnahme eines Flexible Offices auf den jeweiligen Anbieter umgelagert bzw. entfallen teilweise sogar. Um hier eine valide Einschätzung zur finanziellen Machbarkeit zu bekommen, bietet Savills mit der Vermittlungsplattform „Workthere“ einen Überblick über die aktuellen Angebote und eine entsprechende Markt- sowie Beratungskompetenz.

So weit, so gut. Nun stellt sich aber die Frage: Wo stehen Sie und Ihre Kennzahlen? Mit welchen Büroformaten lässt sich Ihr tatsächlicher Bedarf am besten abbilden? Und wie stellt sich Ihr Bedarf überhaupt numerisch dar?

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