Der Savills Blog

Vom Solotänzer zum Marketing-Projektmanager

Vom Ballett auf die Immobilienbühne: Denis Di Bella spricht über seinen Karriereweg, wie ihn seine Zeit als Tänzer bis heute geprägt hat und warum Emotionen und Inszenierungen sowohl in der Ballett- als auch in der Immobilienwelt entscheidend sind. 

„Ich habe zwar die Bühne gewechselt, aber der Kern ist geblieben: Präsenz, Präzision und die Fähigkeit, Menschen zu berühren.“


Früher stand Denis Di Bella im Scheinwerferlicht großer Bühnen. Über zwei Jahrzehnte war er als professioneller Balletttänzer aktiv. Heute inszeniert er keine Ballette mehr, sondern Immobilienprojekte, Markenauftritte und Events – als Marketing Project Manager bei Savills. Von seinem Standort in Düsseldorf aus ist er dabei deutschlandweit tätig. Was geblieben ist: sein Gespür für Wirkung, Präzision und den Moment, in dem Menschen wirklich erreicht werden.

Im Gespräch gibt er einen Einblick in seinen außergewöhnlichen Karriereweg, spricht über die formenden Jahre im Ballett und darüber, wie ihn diese Erfahrung bis heute in seiner Arbeit bei Savills begleitet.

Wie verlief deine Ballettkarriere und welche Stationen waren dabei besonders prägend? 
Ich war insgesamt rund 20 Jahre lang professioneller Balletttänzer, davon 14 Jahre als Erster Solotänzer beim Staatsballett Hannover. Meine tänzerische Ausbildung habe ich in München absolviert, wo ich auch erste Bühnenerfahrungen beim Bayerischen Staatsballett sammeln konnte. 

Für mich waren besonders die internationalen Produktionen, die Zusammenarbeit mit den unterschiedlichsten Choreografen und die Möglichkeit, als Gasttänzer auf großen Bühnen weltweit aufzutreten, enorm lehrreich. Diese Zeit hat mich sowohl menschlich als auch beruflich sehr geprägt.

Wann war für dich der Moment gekommen, dich beruflich neu zu orientieren? 
Nach meiner Zeit beim Staatsballett war ich weiterhin international als Gasttänzer aktiv. Diese Phase war künstlerisch unglaublich bereichernd, doch mit Beginn der Corona-Pandemie kam sie abrupt zum Stillstand. Theater schlossen, Produktionen wurden abgesagt und plötzlich stand die gesamte Branche still. 

Das war der Moment, in dem ich mich intensiv mit einem neuen beruflichen Weg auseinandersetzen musste, auch wenn dieser Schritt alles andere als einfach war. 

Warum fiel die Entscheidung schließlich auf die Immobilien- und Marketingwelt? 
Das war tatsächlich gar nicht geplant, sondern hat sich eher ergeben. Ich habe zunächst als Assistent im Bereich Retail Agency angefangen. Im Laufe der Zeit habe ich nach und nach meine Leidenschaft für Marketing, Gestaltung, Kommunikation und kreative Prozesse entdeckt und mit dem Gedanken eines internen Wechsels gespielt.

Mit der Zeit wurde mir klar, dass Immobilien für mich weit mehr sind als Gebäude. Sie prägen Städte, schaffen Identität und transportieren Emotionen. Genau diese Verbindung überzeugt mich bis heute. 

Was umfasst deine Rolle bei Savills? 
Meine Rolle bei Savills ist unglaublich vielseitig und genau das liebe ich daran. Ich begleite Immobilienprojekte ganzheitlich. Das bedeutet, ich bin von der strategischen Konzeption bis zur Umsetzung dabei. Dabei verknüpfe ich Marktkenntnis mit einem Gespür für Marke, Wirkung und Kommunikation. Besonders schätze ich die Arbeit mit kreativen Menschen und wie wir uns gegenseitig inspirieren.

Darüber hinaus betreue ich interne sowie externe Events und bin für deren Planung und Umsetzung mitverantwortlich. Besonders viel Freude bereiten mir die kreative Konzeption, die Umsetzung und der direkte Austausch mit Menschen. Dadurch, dass ich deutschlandweit tätig bin, gewinne ich viele verschiedene Eindrücke aus den individuellen Städten und wie sie unterschiedlich an Themen herangehen und ihre ganz eigene Mentalität mitbringen. In gewisser Weise knüpft das an meine frühere Karriere an, denn es geht weiterhin darum, Menschen zusammenzubringen, Emotionen zu schaffen und besondere Erlebnisse zu gestalten. 

Welche Fähigkeiten und Erfahrungen aus deiner Zeit als Tänzer bringst du heute in deine Arbeit ein und wie beeinflussen sie dich?
Bis heute beeinflussen mich viele Eigenschaften, die auch als Tänzer essenziell waren: vor allem Disziplin, Präzision, Teamarbeit und ein hoher Qualitätsanspruch. Gleichzeitig habe ich gelernt, aufmerksam zu beobachten, flexibel zu reagieren und auch unter Druck stets nach Lösungen zu suchen. 

Mein künstlerischer Hintergrund hilft mir dabei, Projekte nicht nur funktional, sondern auch emotional und visuell zu denken. Es geht darum, Menschen mitzunehmen, Spannung aufzubauen und ein Erlebnis zu schaffen, das im Gedächtnis bleibt. Dieser Erfahrungsschatz ist heute bei Pitches, Präsentationen und komplexen Projekten von Vorteil.

Ich freue mich, meine Geschichte zu teilen, weil es mir wichtig ist zu zeigen, dass es auch nach großen Veränderungen im Leben weitergehen kann. Vielleicht kann meine Erfahrung andere Menschen motivieren, an sich zu glauben und neue Wege zu gehen – selbst wenn es am Anfang schwer erscheint. 

 

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