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Viel Bewegung auf dem europäischen Markt für Büroimmobilien

Anteil grenzüberschreitender Investitionen in europäische Büroimmobilien in diesem Jahr bislang auf 39 Prozent gestiegen

Laut einer Analyse des internationalen Immobilienberaters Savills ist der Anteil grenzüberschreitender Investitionen in europäische Büroimmobilien in diesem Jahr bislang auf 39 Prozent gestiegen – gegenüber 36 Prozent im Jahr 2025. Als Basis für die Auswertung dienten Savills Angaben des auf Gewerbeimmobilien spezialisierten Daten- und Analyseanbieters Real Capital Analytics.  

Die gestiegene Nachfrage führt der Immobilienberater auf eine Reihe von Investoren in ganz Europa zurück, die anhaltend auf dem Markt aktiv sind. So sind französische Immobilien-Anlagegesellschaften, SCPIs, regionenübergreifend auf Einkaufstour. Dabei sind Büroimmobilien Teil einer Vielzahl von Anlageklassen, in die investiert wird. Die SCPIs nehmen fortwährend neue Märkte in Mittel- und Osteuropa (CEE) ins Visier. Einige prüfen einen Einstieg in die skandinavischen Länder.

Käufer aus Mittel- und Osteuropa tätigen Transaktionen innerhalb der Region, wobei tschechische und ungarische Investoren zunehmend auch außerhalb von Mittel- und Osteuropa aktiv sind. Privatanleger erwerben erstklassige Objekte auf verschiedenen Märkten. Darunter ist der Erwerb von „Capital 8“, einem rund 45.000 Quadratmeter großen Geschäfts- und Bürokomplex im 8. Arrondissement von Paris, durch Pontegadea, das Family-Office des spanischen Milliardärs und Zara-Gründers Amancio Ortega. Hinzu kommen häufiger deutsche Investoren aus dem Versicherungs- und Rentensektor, die selektiv auf Objekte bieten.

Nach einer Phase stabiler Renditen im Prime-Segment führten laut Savills höhere langfristige Finanzierungskosten im dritten Quartal 2026 in ausgewählten Städten zu einem Anstieg der Renditen. Die durchschnittlichen Renditen für erstklassige Büroimmobilien in Europa stiegen im dritten Quartal 2026 um 13 Basispunkte auf 5,1 Prozent. Warschau, das zentrale Geschäftsviertel von Paris, Brüssel, die Londoner City, das West End und Manchester verzeichneten als Reaktion auf die höheren risikofreien Zinssätze einen Anstieg um 25 Basispunkte. Die sechs führenden deutschen Städte verzeichneten im dritten Quartal einen Anstieg der Renditen um 10 bis 20 Basispunkte, Lyon stieg um 50 Basispunkte auf 6 Prozent, während Lissabon um 40 Basispunkte auf 5 Prozent zulegte. Im Gegensatz dazu sank die Rendite in Stockholm um 15 Basispunkte auf 3,75 Prozent, was die Stärke des inländischen Kapitals widerspiegelt, das auf erstklassige Objekte auf dem dortigen Markt abzielt. So hat der schwedische Pensionsfonds Alecta kürzlich ein Büroportfolio in Stockholm im Wert von 451 Millionen Euro erworben.

Karsten Nemecek, Deputy CEO bei Savills in Deutschland, sagt: „Büromärkte, die Mietwachstum verzeichnen, werden dazu beitragen, die Attraktivität europäischer Büroimmobilien für Investoren aufrechtzuerhalten. Eine Angebotsverknappung und die Flucht der Mieter in hochwertige Objekte bieten Chancen zur Neupositionierung in zentralen Geschäftsvierteln oder in deren Nähe. Neubauprojekte bleiben hingegen weitgehend unrentabel. Darüber hinaus dürfte das Beschäftigungswachstum in Büroberufen in wichtigen Wissenszentren in den Bereichen Unternehmensdienstleistungen, Technologie und Finanzen die Nachfrage nach neuen Mietflächen stützen.“

Alle Daten und Fakten auch in unserem aktuellen Spotlight:
European Office Investment – Q3 2026

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