- Flächenumsatz im 1. Halbjahr bei 259.400 m² und damit 17,5 % über dem Vergleichswert des Vorjahres; 78.900 m² davon entfallen auf das 2. Quartal
- Anstieg der Spitzenmiete auf 52,00 EUR/m² (+ 3,5 % ggü. Vorquartal)
- Anstieg der Leerstandsquote auf 5,8 % und damit 30 Basispunkte höher als im Vorquartal
Der Bürovermietungsmarkt in München verzeichnete im 1. Halbjahr 2024 einen Flächenumsatz von insgesamt 259.400 m², was einem Anstieg von 17,5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Der Großteil dieses Umsatzes wurde jedoch im 1. Quartal umgesetzt, sodass Savills im 2. Quartal lediglich einen Flächenumsatz von 78.900 m² registrierte – den niedrigsten Quartalsumsatz seit Beginn unserer Aufzeichnungen. Alexander Meyer, Director und Head of Munich Office bei Savills, erläutert: „Nach einem starken ersten Quartal haben wir im 2. Quartal eine deutliche Abschwächung erlebt. Der Flächenumsatz blieb weit hinter den Erwartungen zurück, was vor allem auf das Ausbleiben großer Transaktionen zurückzuführen ist. Stattdessen dominierten kleinere Abschlüsse das Marktgeschehen.“ Das spiegelt sich auch in den Zahlen wider: So gab es im 2. Quartal keinen einzigen Abschluss über 5.000 m², während im ersten Quartal noch vier Großabschlüsse, darunter zwei über 10.000 m², verzeichnet wurden.
Meyer nennt zwei Hauptgründe für den geringen Flächenumsatz: „In den wenigen Fällen, in denen Mieter ihre Flächen vergrößern wollen, kann das oft im Bestand abgebildet werden, denn es gibt nahezu immer jemanden im Haus, der zu viel Fläche hat. Auf der anderen Seite gibt es auch zahlreiche Unternehmen, die ein "stay vs. go"-Szenario durchspielen. Aber angesichts der konjunkturellen Lage ist es für viele derzeit nicht opportun, einen solchen Kostenpunkt auszulösen und sie bevorzugen die Verlängerung bestehender Mietverträge im Bestand. So oder so verbleiben die Mieter oftmals im Objekt.“ Kommt es zum Umzug, sind höhere Anforderungen an Lage und Fläche ausschlaggebend, sodass die Nachfrage nach erstklassigen Büroflächen in München ungebrochen hoch bleibt. „Das Angebot ist anhaltend gering, sodass die Mieten weiterhin steigen werden. Doch für viele Nutzer werden die Mehrkosten für ein Upgrade in Richtung CBD langsam nicht mehr bezahlbar“, so Meyer. Dies lässt sich auch an der Entwicklung der Spitzenmiete ablesen, die zum Quartalsende auf EUR 52,00/m² gestiegen ist und damit um 3,5 % über dem Vorquartal liegt.
Für Flächen, die wenig oder keine Nachfrage mehr haben, werden immer häufiger Umnutzungsszenarien diskutiert. Meyer erläutert: „Bei vielen Bestandsobjekten, die vor einigen Jahren noch als leicht revitalisierbar galten, rechnet sich dies heute oftmals nicht mehr. Selbst in Märkten, in denen vor 4-5 Jahren jeder Quadratmeter heiß begehrt war, denkt man nun über alternative Nutzungen nach. Das Problem ist jedoch, dass der Markt für diese alternativen Nutzungen schnell gesättigt ist.“