Kernbotschaften:
Die Digitalisierung verändert die Customer Journey
Digitale Medien verändern das Kommunikations- und Informationsverhalten der Menschen. Sie beeinflussen die Art und Weise wie wir denken, fühlen – und entscheiden. Neben materiellen gewinnen immaterielle Bedürfnisse an Gewicht, die schnell und bequem erfüllt werden sollen. Der Konsument läuft immer seltener Angeboten nach, sondern erwartet, dass die Angebote auf seinem Weg liegen.
Die Nahversorgung ist eine Digitalisierungsgewinnerin
Mit der Beschleunigung des Lebens wächst der Wunsch nach physischen Orten, die sinnvoll in den Tagesablauf integrierbar sind. Der Lebensmitteleinzelhandel ist sowohl natürlicher Mittelpunkt als auch Treffpunkt von Nachbarschaften. Analysen belegen, dass wohnortnahe Standorte in der Verbrauchergunst stetig zulegen.
E-Commerce keine Bedrohung für die stationäre Nahversorgung
Der milliardenschwere Markt der Nahversorgung stellt nach wie vor ein verführerisches Ziel für E-Commerce-Konzepte dar. Den-noch gelingt es Onlinehändlern nicht, nennenswerte Marktanteile zu erringen. Hinsichtlich Preis, Verfügbarkeit und Erreichbarkeit setzt der deutsche Lebensmitteleinzelhandel für den Onlinehandel zu hohe Rentabilitätsschwellen.
In der Nahversorgung wird stabiles Umsatzwachstum generiert
Ausgaben für Grundbedürfnisse bleiben von konjunkturellen Schwächephasen weitgehend unberührt, während in Hochphasen am Wachstum des privaten Konsums partizipiert wird. Aufgrund der gewaltigen absoluten Größe der Nahversorgung, die über die Hälfte der Einzelhandelsausgaben bindet, fallen die Zugewinne entsprechend hoch aus.
Die Nahversorgung zeigt Potenzial auch in der Peripherie
Da die sortimentsbezogene Kaufkraft für Nahrungs- und Genussmittel wohnortnah eingesetzt wird, aber nur geringe regionale Unterschiede zeigt, ergeben sich anders als in anderen Sortimenten des Einzelhandels flächendeckend potenzialstarke Standorte mit attraktiven Kosten-Nutzen-Relationen.
Das asymmetrische Verhältnis von Mietermarkt und Investmentmarkt
Die Nahversorgung ist durch eine kleinteilig strukturierte regionale Eigentümerschaft geprägt, die vom Investmentmarkt nur sehr bedingt erfasst wird. Demgegenüber stehen prominente und kapitalstarke Betreiber, die in überwiegender Zahl zu den größten Unternehmen der Bundesrepublik zählen.
Nahversorgungsimmobilien als Assetklasse: (derzeit) ein Scheinriese
Trotz der gewaltigen Marktgröße von Nahversorgungsimmobilien mit rund 38.000 Standorten und rund 230 Milliarden Euro La-denumsatz ist das Transaktionsvolumen nur etwa halb so groß wie bei Shoppingcentern, von denen es rund 450 Anlagen gibt. Die Kleinteiligkeit des Investments beschränkt den Handel mit dieser Assetklasse bisher weitgehend auf Portfoliotransaktionen.
Investoren sehen Zukunft des stationären Einzelhandels in der Nahversorgung
Hürden wie die Kleinteiligkeit und die Intransparenz des Marktes beschränken die Zahl insbesondere institutioneller Investoren. Da viele Objekte Eigennutzern oder Privatinvestoren gehören, gleichzeitig das Verständnis für die Assetklasse wächst, entsteht hier das Wachstumspotenzial der Zukunft. Die Investorenbasis hat sich bereits deutlich verbreitert, und auch das Transaktionsvolumen wächst gegen den Trend im Einzelhandelssegment.
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