Jetzt mehr wert als vor der Krise?
Die COVID-19-Pandemie ließ die Logistikbranche kurzzeitig innehalten, doch bereits nach kurzer Zeit setzte sie ihren Wachstumskurs schnell und unbeeindruckt fort. Gab es unter Marktkennern an der Systemrelevanz der Logistikbranche schon vor der Pandemie keine Zweifel, ist die wichtige Rolle der Logistik nun auch in der breiten Bevölkerung und bei noch mehr Investoren ins Bewusstsein gerückt. Die Folge: Zukünftig soll noch mehr Geld in Logistikimmobilien angelegt werden. Im vergangenen Jahr lag das Transaktionsvolumen von Logistikimmobilien mit etwas weniger als 5 Mrd. Euro in etwa auf dem Niveau der beiden vorangegangenen Jahre. Beim Bau von Logistikimmobilien machte sich die Krise hingegen durch verzögerte Baustarts bemerkbar. Dementsprechend blieben die Flächenfertigstellungen mit 3,7 Mio. m² hinter dem Vorjahreswert zurück. Für die Jahre 2021 und 2022 sind allerdings Rekordwerte beim Neubauvolumen in Sicht.
Seit 2019 nimmt auch in peripheren Logistikstandorten die Dynamik zu. Ihr Anteil am gesamten Fertigstellungsvolumen steigt von 14 % im langjährigen Durchschnitt auf 20 % im laufenden Jahr.
In der Studie „Logistik und Immobilien 2021“ wird neben den jüngsten Marktentwicklungen vor allem auf die Frage eingegangen, ob und warum Logistikimmobilien jetzt mehr wert sind als vor der Krise. Neben der höheren Nachfrage am Kapitalmarkt und entsprechend sinkenden Anfangsrenditen sorgen weitere Aspekte für einen Anstieg der Kapitalwerte von Logistikflächen. Hierzu zählen steigende Grundstückspreise und Baukosten, aber auch höhere Qualitätsanforderungen der Nutzer.
