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Gestern im Büro. Heute zuhause. Und morgen?

Die Corona-Pandemie hat uns das umfangreichste Homeoffice-Experiment der Geschichte beschert. Dabei konnten viele positive Erfahrungen gesammelt werden, weshalb wir davon ausgehen, dass das Arbeiten von zuhause auch nach der Pandemie weitergeführt wird. Die Frage ist: In welchem Ausmaß?

Umfragen zeigen, dass der überwiegende Teil der Beschäftigten wünscht, nach der Pandemie ein flexibleres Arbeitsmodell beizubehalten. Exemplarisch seien an dieser Stelle die Befragungsergebnisse einer Kurzexpertise im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) genannt. Von den über 1.000 befragten Beschäftigten, die im Zeitraum von Juli und August 2020 im Homeoffice arbeiteten, gaben 93 % an, dies auch nach der Krise weiterhin tun zu wollen. Allerdings möchten gut zwei Drittel dann lediglich „einige Male“ pro Woche im Homeoffice arbeiten. In Anbetracht des Fachkräftemangels und des Werbens um die talentiertesten und kreativsten Köpfe dürfte den Unternehmen wohl kaum eine Wahl bleiben, nicht auf die Wünsche der (zukünftigen) Mitarbeiter bei ihrer Wahl des Arbeitsortes einzugehen.

Das Arbeitsmodell von morgen dürfte demzufolge hybrid sein. Nun gilt es die Balance der Arbeitsorte zu finden. Dabei sind nicht nur das Zuhause sowie das Büro zu berücksichtigen, sondern auch weitere, sogenannte „Third Places“ wie Co-Working-Center mit einzubeziehen (siehe auch:
Wie entwickelt sich der Markt für Flexible Workspaces?).

Betrachtet man die Homeoffice-Debatte aus Sicht der Akteure an den Büromärkten, so hat es natürlich Auswirkungen, wenn ein maßgeblicher Anteil der Beschäftigten, sei es nun an durchschnittlich einem, zwei oder drei Arbeitstagen mobil arbeitet. Es ist allerdings kaum davon auszugehen, dass die betrieblich genutzten Büroflächen im gleichen Umfang reduziert werden, wie die Homeoffice-Aktivitäten steigen. Mit der sich weiter verändernden Arbeitslandschaft dürfte vielmehr die Flexibilität von Büroimmobilien noch mehr in den Mittelpunkt rücken.

 

 

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